Frank Rossow

Tiere & Natur

Stephanorhina – bunt wie Konfetti

Bunt wie Smarties die kleinen Kerlchen. Interessant ist diese Art, denn es schlüpfen viele Imagines gleichzeitig und sie müssen sofort mit Futter versorgt werden. Unheimlich aktive gute Flieger. Bei anderen Arten sind die Imagines deutlich härter im nehmen, wnen sie zwei drei Tage nach dem Schlupf kein Futter (und Flüssigkeit) bekommen. Stephanorhina verzeiht dies nicht.

Die Haltung der meisten Stephanorhina-Arten gestaltet sich in den Grundzügen wie die von anderen Rosenkäfernn. Beetle Jelly ist auch für sie ein ausgesprochen hochwertiges Futter, und die Imagines können ausschließlich mit diesem Gelee ernährt werden, das in mehreren Sorten auf dem Markt ist. Früchte sowie Ahornsirup erweitern und bereichern das Spektrum der Ernährung und Feuchtigkeitsversorgung. Banane in recht reifen Zustand ist dabei die beste Wahl. Gerne gehen sie auch an Pollen und es scheint, dass diese Proteinrieche Zufütterung zu besseren Eilegezahlen führt.

Stephanorhina guttata zählt wie weitere Stephanorhina Arten zu den eher kurzlebigen Rosenkäfern. Dafür sind die „bunten Smarties“ aber sehr aktiv und schwirren permanent im Terrarium herum. Wichtig ist sie immer gut im Futter zu haben, denn die Iamgines benötigen immer ausreichend Feuchtigkeit und Nahrung.

Für die meisten Arten reichen zur Haltung eines Pärchens bereits Behältnisse oder Terrarien mit einem Volumen von knapp 15-20 l aus. Je nach Spezies, Anzahl, Aktivität der Käfer und ihrem bevorzugten Aufenthaltsort sind jedoch geräumigere Becken nötig. Alle Arten fliegen sehr gerne, zielgerichtet und gut. Wie bei allen Rosenkäfern sind dabei die Deckflügel geschlossen.

Als Substrat, insbesondere zur Eiablage, aber auch als Rückzugsort, eignet sich Laubwaldhumus. Bei der Einrichtung des Terrariums bleiben dem Halter viele gestalterische Möglichkeiten. Immer jedoch sollten sich Stöcke und Äste am Boden und in den Ecken der Behälter befinden, fallen die Käfer doch oft auf den Rücken und können sich dann mithilfe solcher Strukturen leichter wieder umdrehen. Ein auf dem Rücken liegender Käfer kämpft sonst stundenlang bis zur Erschöpfung, um wieder in die normale Position zu gelangen, was zu Austrocknung und Erschöpfung, ja schließlich sogar zu seinem Tod führen kann.

Die Haltungstemperatur sollte wie bei allen Goliathini 20 °C nicht unterschreiten und kann bis auf 28 °C ansteigen. Einige Arten lassen sich nur bei höheren Temperaturen zur Zucht bewegen. Auch gibt es innerhalb der Gattung Eudicella einige spezielle Ansprüche an die Feuchtigkeit des Zuchtsubstrates.

Da die Generationenfolge oft über 6 Monate dauert, sind hier viele Erkenntnisse jedoch nur nach langer Zeit zu gewinnen. Schichtet man daher unterschiedlich feuchtes Substrat in Lagen von etwa 5 cm übereinander, hat das Weibchen die Möglichkeit, seine Eier dort abzulegen, wo sich ihnen die besten Chancen zur Entwicklung bieten.Männchen tragen kein auffälliges Horn, eher kleine Hörnchen. Somit sind sie dennoch von den Weibchen zu unterscheiden, deren Kopf flach bleibt. Für eine erfolgreiche Zucht ist eine hohe Substrattiefe anzustreben. Um erste Erfolge zu erzielen, reicht zwar eine Tiefe von 10-15 cm aus, allerdings empfehlen sich 20 cm oder mehr, damit bei den Grabaktivitäten insbesondere der Weibchen keine Eier oder L1-Larven beschädigt werden.

In der Regel sollte die Substratfeuchtigkeit für die Eiablage derjenigen von frischem Waldboden entsprechen. Bei den meisten Arten ist mit 20–40 Eiern pro Weibchen zu rechnen. Aber auch 60 – 80 Larven pro Weibchen sind bei guter Haltung möglich Meist dauert es drei Monate, bis die L3-Phase erreicht ist. Im dritten Stadium legen die Larven beachtlich an Größe und Gewicht zu.

Sehen die L3-Larven richtig prall aus und haben eine gelbliche Färbung angenommen, stehen sie kurz vor dem Bau ihres Kokons. Dann empfiehlt es sich, das Substrat langsam abtrocknen zu lassen oder ein Drittel vorgetrockneten Substrats im oberen Drittel der Box beizugeben. Die Larve kann sich so den idealen Platz zum Kokonbau auswählen, denn die Feuchtigkeitsparameter müssen stimmen, wenn sie sich erfolgreich zur Imago entwickeln soll. Eine zu hohe Feuchtigkeit des Kokons kann zu Flügelfehlstellungen oder auch zum Absterben der Puppe durch Verfaulen führen.

Stepahnorhina princeps wird ca. 3cm groß